Schmuck- bzw. Sonderfarbe

Montag, August 8th, 2011

Schmuckfarben (HKS oder Pantone) sind standardisierte Farben, die nicht erst beim Druck, sondern direkt von den Farbherstellern gemischt werden. Diese Farben sind für die unterschiedlichsten Papierarten ausgelegt, z. B. HKS K für matt oder glänzend gestrichene Papiere oder HKS N für Naturpapiere. Dadurch können, außer durch unterschiedliche Farbtöne des Papiers, kaum Farbschwankungen auftreten und in vielen Fällen Druckkosten gespart werden. Zur Kontrolle verwendet der Drucker entsprechende HKS- oder Pantone- Farbfächer des Herstellers. Mithilfe dieser Fächer fällt auch die Farbwahl beim Erstellen der Daten leichter.

So verwenden Sie Schmuck- bzw. Sonderfarben richtig

Wenn Sie in einem Dokument Schmuckfarben verwenden, achten Sie darauf, dass nur diese ausgesuchten Farben in den Grafiken und Texten verwendet werden.

Unterstützt Ihr Programm keine Schmuckfarben, so können Sie diese auch in reinem Cyan, Magenta, Gelb oder Schwarz anlegen.

Eine Kombination aus Schmuckfarbe(n) und den CMYK-Farben ist auch denkbar, wenn die Drucksache z. B. ganz normal in den vier Farben plus etwa Gold gedruckt werden soll – 5/5-farbig Euroskala+Gold/Euroskala+Gold.

CMYK-Farbdaten als Schmuck- bzw. Sonderfarben ausgeben

Druckplatten kann man vereinfacht mit einem Stempel vergleichen: Je nach dem in welches „Farbkissen“ der Stempel gedrückt wird , wird das Motiv auch in dieser Farbe abgedruckt.

Möchte man z. B. ein Logo drucken, das aus einem speziellen HKS-Rot und -Blau besteht, hat dieses aber nur in einem Programm vorliegen, welches keine Sonder- bzw. Schmuckfarben unterstützt, legt man das Rot etwa in reinem Magenta und das Blau mit einem reinen Cyan an. Eine dritte Farbe, wie z. B. Schwarz für weitere Objekte oder Text, darf jetzt allerdings weder Magenta noch Cyan enthalten,  muss also nur in der Schlussfarbe K angelegt werden.

Das Farbwerk der Druckmaschine mit dem HKS-Rot wird nun mit der Magenta-Platte bestückt und das HKS-Blau-Farbwerk mit der Platte des Cyan-Auszugs. Der Druck kann beginnen.

RGB-Farbdaten als Schmuck- bzw. Sonderfarben ausgeben:

Da RGB-Farben nicht druckbar sind, müssen diese zuerst in den CMYK-Farbraum konvertiert werden. Oft erhält man hier allerdings keine reinen Farbauszüge und die Daten müssen noch nachbearbeitet werden. Dies gestaltet sich unter Umständen recht schwierig, da vielmals die entsprechenden Programme mit den dazugehörigen Werkzeugen zur Farbkonvertierung bzw. korrekten Einfärbung fehlen. Hier können Ihnen die DRUCKHELDEN mit Ihrem Vorstufeteam helfen.

Schmuck- bzw. Sonderfarben im Vierfarb-Modus (CMYK) drucken:

Aus Kosten- oder Produktionsgründen kann es sinnvoll sein eine Sonderfarbe in CMYK-Modus zu drucken. Hierbei wird aus den vier lasierenden Grundfarben die Sonderfarbe durch entsprechendes übereinander Drucken gemischt. Es kann allerdings nur eine Annäherung der gewünschten Sonderfarbe erzielt werden. Je nach Farbe unterscheidet man hier zwischen guter , wenig guter und schlechter Annäherung. Mehr dazu erfahren Sie auch unter CMYK-Werte von HKS-Farben oder fragen Sie doch einfach im DRUCKHELDEN-Support nach.

    Isabella schreibt:

    Oktober 26th, 2011

    Gut zu wissen! Danke!

    tilt0711 schreibt:

    Oktober 26th, 2011

    Hilfreicher Artikel, danke.

    tilt0711 schreibt:

    Oktober 27th, 2011

    Toller Artikel. Vielen Dank.

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